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Den österreichischen Markt erobert gerade das Eiersatzprodukt Ey, das sich nicht nur durch seine Schreibweise, sondern auch durch seine Inhaltsstoffe von dem herkömmlichen Hühnerei unterscheidet. Es ist in drei Varianten dem Volley (Vollei), dem Eygelb (Eigelb) sowie dem Eyweiß (Eiweiß) erhältlich. Alle drei Produkte werben damit, dass sie das Ei pflanzlich ersetzt haben. Während das Vollei zum Verdicken von Soßen, sowie für Eispeisen, darunter das beliebte Frühstücksei oder das Rührei, geeignet ist, sind ebenso die anderen beiden Vertreter nutzungsspezifisch angelegt.

Auch wenn eine Unverträglichkeit gegenüber Hühnereiern oder spezielle dem enthaltenen Eiweiß den meisten Menschen nicht gerade geläufig ist, so tritt sie durchaus auf. Eine sogenannte Hühnereiweißallergie prägt sich vornehmlich im Kindesalter aus, weitaus weniger Patienten erleben sie erst im Erwachsenenalter. Die Allergie bezieht sich in der Regel auf die im Eiweiß enthaltenen Inhaltstoffe.

Eine komplette Streichung des Eis aus dem Speiseplan, kann nur unter Einschränkungen geschehen. Dies liegt daran, dass das Ei einerseits in seiner Reinform auftritt, andererseits ebenfalls als Emulgator, Geschmacksverstärker, Binde- oder Färbemittel eingesetzt wird. Darüber hinaus finden sich wenige Alternativen, die über die gleichen Vorteile wie das Ei verfügen.

Jedoch bieten Eier auch für Nicht-Allergiker einige gesundheitliche Risiken. Ein Nachteil sind beispielsweise die hohen Cholesterinwerte des Nahrungsmittels. Gerade in den westlichen Kulturkreisen leiden sowohl Männer und auch Frauen unter einem erhöhten Cholesterinspiegel, der auf lange Sicht zu Atherosklerose (Arterienverkalkung) führen kann. Dieser Risikofaktor kann einen Herzinfarkt zur Folge haben.  Darüber hinaus kann die Liebe zu den Tieren und die Ablehnung des Massenkonsums ein weiterer Beweggrund sein.

An dieser Stelle finden Sie zehn Alternativen, durch die Sie das Ei auf ihrem Speiseplan ersetzten können.

  • Apfelmus als Backzutat: Gerade in den Teig von Muffins oder Rührkuchen passt das Apfelmus. Einerseits erhält es die Feuchtigkeit des Teiges während dem Backen und anderseits verleiht es dem Gebäck eine natürliche Süße, die alleine durch Zucker erreicht werden kann. Gerade einmal 80g Apfelmus entsprechen einem Ei.
  • Reife Bananen für den Kuchen: Ebenso wie das Apfelmus eignen sich reife Bananen vorzüglich zum Backen. Auch sie verfügen über eine natürliche Süße und einen schwachen Eigengeschmack, der sie universell einsetzbar macht. Hierbei entspricht ½ Banane einem Ei.
  • Speisestärke: Speisestärke kann nicht nur als Bindemittel für Soßen oder Süßspeisen eingesetzt werden, sondern kann auch das Ei ersetzen. Hierfür werden 2 bis 3 EL Speisestärke, vermischt mit Wasser benötigt.
  • Leinsamen: Diese eignen sich gerade bei Vollkorngebäck. So ersetzten 2 Esslöffel gemahlene Leinsamen, versmischt mit Wasser, ein Ei.
  • Chiasamen: Die als Superfoods bekannten Samen, schlagen sich ebenfalls gut als Ei Alternative. Zur Zubereitung sollten 1 bis 2 Esslöffeln Chiasamen 3 bis EL Wasser hinzugefügt werden. Bevor Sie die Samen verwenden sollten sie zunächst quellen und die Feuchtigkeit in sich aufnehmen. Verwendet können sie vor allem als Bindemittel von Gebäck darunter Kuchen und Kekse verwendet werden.
  • Jogurt oder Quark: Beide Produkte eignen sich sowohl in der Zubereitung von Teigen, als auch als Nahrungsergänzung. In der Zubereitung entsprechen etwa 70g Jogurt einem Ei. Beim Jogurt sollte darauf geachtet werden, dass es über einen Fettanteil von mindestens 40 Prozent verfügt. Bei dem Quark sollte auf Produkte geachtet werden, die eine Doppelrahmstufe aufweisen.
  • Schlagober: Die wohl ungesündeste Variante ist die Verfeinerung der Speise mit etwas Schlagober. Wie bereits bei Jogurt und Quark sollte darauf geachtet werden, dass kein fettreduziertes Produkt ausgewählt werden. Etwa 60g Schlagober entsprechen einem Ei.
  • Seidentofu für würzige Speisen: Schätzungsweise 60g Seidentofu ersetzten ein Ei. Der Seidentofu, obwohl es vielseitig einsetzbar ist hat einen markanten Eigengeschmack, der nicht zu jedem Gericht passt. Gerade bei Süßspeisen kann er zu dominant geworden. Besser eignet sich der Seidentofu pikant gewürzt zur Herstellung von salzigen Speisen.
  • Ei-Ersatzpulver: Das Ei-Ersatzpulver zählt zu den fertigen Bindemitteln und setzt sich anders als erwartet, aus hauptsächlich Maisstärke und Lupinenmehl zusammen. Verwendet kann es nach dem Verrühren mit Wasser werden. Hierbei ergibt etwa ein Teelöffel Ei-Ersatzpulver, vermischt mit 40 ml ein Ei. Meist ist das Pulver sogar in gutsortierten Supermärkten erhältlich.
  • Tomatenmark: Gerade in der Zubereitung von Fleisch eignet sich das Tomatenmark hervorragend als Bindemittel.